„Marketing, Marke & Menschlichkeit“ – Ein Interview mit Jens Grundmann

17. Feb. 2026

Kühn Sicherheit

J. H.: Jens, du sagst oft: „Gute Arbeit allein reicht heute nicht mehr.“ Das klingt hart. Warum sagst du das so klar?
Jens: Weil es wahr ist. Und weil es vielen wehtut, bevor es ihnen hilft. In unserer Branche gibt es unglaublich viele Betriebe, die sauber arbeiten, pünktlich sind, technisch stark – wirklich top. Und trotzdem bleibt es leise um sie. Zu leise. Ich hatte vor kurzem ein Gespräch mit einem Partner, der seit zwanzig Jahren abliefert. Er sagte: „Wir machen immer noch gute Arbeit – aber die Kunden kommen nicht mehr von selbst.“
Das ist der Moment, an dem du merkst: Qualität ist heute nicht mehr das Unterscheidungsmerkmal. Sie ist die Eintrittskarte. Wenn du keine Marke bist, wirst du vergleichbar. Und wenn du vergleichbar wirst, gewinnst du nur noch über Preis – oder Glück. Sichtbarkeit ist deshalb kein Luxus. Sie ist die Bedingung, um überhaupt stattzufinden.

J. H.: Du redest viel über Marke. Was fasziniert dich daran so?
Jens: Marke ist kein Logo. Keine Farben. Kein Claim. Marke ist das, was im Menschen zurückbleibt, wenn du längst nicht mehr im Raum bist Und im Sicherheitsbereich ist das besonders deutlich: Wir verkaufen nicht primär Elektronik. Wir verkaufen einen Zustand. Ruhe. Klarheit. Vertrauen. Die Technik ist das Werkzeug. Das Produkt ist Sicherheit im Kopf. Wenn du das einmal verstanden hast, verändert sich alles. Dann fragst du nicht mehr: „Wie erklären wir das System?“ Sondern: „Wie fühlt es sich an, wenn es da ist?“ Und genau dort beginnt Marke: bei einem Gefühl, das konsequent wiederholbar wird.

J. H.: Wie bringst du diese Idee in deinen Alltag bei Kühn Sicherheit?
Jens: Indem ich sie überall durchziehe – ohne Drama, ohne Show. In Kampagnen. Auf Landingpages. In Texten. In der Art, wie wir über Lösungen sprechen. Wir haben bei Kühn Sicherheit ein starkes Netzwerk, über 50 Partner bundesweit, und eine klare Haltung: Wir wollen nicht „noch ein Anbieter“ sein. Wir wollen die Entscheidung leichter machen. Das heißt für uns: Wir sprechen verständlich. Wir beraten ehrlich. Wir positionieren klar. Wir bauen Projekte, die nicht nach Werbung aussehen, sondern nach Verlässlichkeit. Und ja: Das wirkt. Sichtbarkeit erzeugt Vertrauen. Und Vertrauen schlägt jeden Preisvergleich.

J. H.: Viele verbinden Marketing immer noch mit Hochglanz und Übertreibung. Du betonst eher Menschlichkeit. Warum?
Jens: Weil Menschen auf Menschen reagieren. Nicht auf Hochglanz. Die stärksten Geschichten entstehen nicht im Meetingraum – sie passieren im Alltag. Ich erzähle oft von Situationen, die eigentlich unspektakulär sind: Ein Partner, der plötzlich merkt, dass er eine Ausstrahlung hat – und sie bisher versteckt hat. Ein Betrieb, der nicht besser geworden ist, aber endlich so wirkt, wie er wirklich ist. Ein Team, das auf einmal sagt: „Wir sind stärker, als wir gedacht haben.“ Menschlichkeit ist kein „weicher Faktor“. Sie ist der Resonanzkörper. Ohne sie bleibt Marketing Information. Mit ihr wird es Verbindung.

J. H.: Du beschäftigst dich auch stark mit SEO und KI-gestützten Suchsystemen. Passt das überhaupt zu diesem Ansatz?
Jens: Total – wenn man es sauber denkt. SEO und KI verändern gerade weniger die Technik als die Erwartungshaltung. Menschen suchen nicht mehr wie Maschinen. Sie fragen wie Menschen. Das heißt:
Weniger Keyword-Listen. Mehr echte Antworten. Weniger „optimiert“. Mehr hilfreich. Ich nutze KI, um schneller Klarheit zu bekommen:
Welche Themen sind wirklich relevant? Welche Fragen werden tatsächlich gestellt? Wie strukturieren wir Content so, dass er Orientierung gibt – ohne künstlich zu klingen? KI ist für mich kein Ersatz für Haltung.
Sie ist ein Verstärker. Aber sie verstärkt eben auch das, was schon da ist: Wenn du hohl bist, klingt es hohl. Wenn du klar bist, wird es klarer.

J. H.: Du kommst aus einer vertrieblichen Denke. Wie verbindest du Marketing und Vertrieb heute?
Jens: Marketing muss den Vertrieb leichter machen. Punkt. Meine Aufgabe ist, dass Vertrauen entsteht, bevor das erste Gespräch beginnt. Wenn Marke und Kommunikation klar sind, kommen die richtigen Menschen. Und dann verändert sich die Dynamik: Anfragen werden hochwertiger. Gespräche werden persönlicher. Preisverhandlungen werden leiser. Weil der Kunde nicht mehr fragt: „Warum ihr?“
Sondern: „Wie schnell könnt ihr?“ Das ist der Moment, in dem Vertrieb nicht mehr überzeugen muss – sondern führen kann.

J. H.: Wenn du alles auf einen Kern reduzieren müsstest: Was treibt dich an?
Jens: Ich glaube, jedes Unternehmen hat eine eigene Strahlkraft. Auch die, die sich selbst für „zu klein“ halten. Viele sehen sie nur nicht, weil sie zu nah dran sind. Mein Antrieb ist, diese Strahlkraft sichtbar zu machen. Nicht künstlich. Nicht aufgeblasen. Sondern echt. Marketing ist für mich nicht „lauter machen“. Marketing ist „klarer machen“. Und Klarheit führt fast immer zu einem Ergebnis: Vertrauen.

J. H.: Jens, danke dir. Das war überraschend ruhig – und trotzdem sehr kraftvoll.
Jens: Gerne. Marketing darf ruhig menschlich sein. Am Ende geht’s nicht um Reichweite, Klicks oder Keywords. Es geht darum, Wirkung zu erzeugen.

Jens Grundmann positioniert sich als Marketing- und Branding-Experte im Sicherheitsumfeld, der Sichtbarkeit konsequent mit Vertrauen und Umsatz verknüpft. Er übersetzt erklärungsbedürftige Technik in menschlichen Nutzen (Ruhe, Klarheit, Sicherheit) und setzt dabei auf authentische Einblicke statt Hochglanz-Marketing.

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