Versteckte Kameras – So schützen Sie sich!

Kontrollwütige oder gar bösartige Vermieter bei Plattformen wie Airbnb gehören nun nicht direkt zum Alltag, sind zugleich aber auch alles andere als selten. Wir von Kühn Sicherheit zeigen, wie Sie sich vor der unerwünschten Videoüberwachung in Ihrem Urlaub mit einfachen und effektiven Maßnahmen schützen können.

Genau lesen vor dem Vertragsabschluss
Die Regel sind eindeutig: Ist eine Videoüberwachung im Apartment installiert, muss der Vermieter auf diese auch im Rahmen der Beschreibung hinweisen. Bei Interesse empfiehlt sich also ein genauer Blick in die Beschreibungsdetails rund um das jeweilige Objekt. Unter den Punkten Hausregeln oder Ausstattung finden sich häufig entsprechende Hinweise rund um die Videoüberwachung.

Einfache und effektive Suche – Der versteckten Videoüberwachung auf der Spur
Direkt nach der Anreise kann es sich laut der Erfahrungen von Kühn Sicherheit lohnen, sich selbst auf die Suche nach versteckten Kameras zu machen. Die Integration der versteckten Kameras für die Videoüberwachung finden sich häufig in Alltagsgegenständen, beispielsweise in einem Aktenordner, in einer Steckdose oder auch in Pflanzen.

Ein effektives, einfaches Mittel zum Auffinden der versteckten Kameras für die Videoüberwachung bietet das Smartphone: Mit dem integrierten Blitzlicht lassen sich versteckte Linsen in dem gemieteten Apartment auffinden und entdecken. In einem optimalerweise abgedunkelten Raum reflektieren die verbauten Linsen der genutzten Kameras das Licht und lassen diese somit direkt auffallen.

Der genaue Blick auf das WLAN-Netzwerk
Ein schneller und einfacher Zugang zum WLAN-Netzwerk sollte in einem guten Apartment heute zum Standard gehören. Viele Kameras verbinden sich zudem heute ebenfalls mit dem kabellosen Netzwerk und lassen sich auf diese Art und Weise bei Bedarf aufspüren. Hierfür steht Software sowohl für das Notebook wie auch für das Smartphone zur Verfügung, welche alle mit dem Netzwerk verbundenen Geräte auflistet. Gute Lösungen und Angebote zeigen nicht nur die Anzahl der verbundenen Geräte sowie die zugehörige Mac-Adresse, sondern auch Details zur zugehörigen Hardware. Entsprechende Kameras lassen sich somit erkennen. Allerdings funktioniert dieser Schritt nur dann, wenn der Vermieter vollen Zugriff auf alle Funktionen des Routers und WLAN-Netzwerkes gewährt.

Der Wanzendetektor als letzte Möglichkeit
Ein modener Wanzendetektor stellt die nächste Möglichkeit zur Verfügung, um verborgene und versteckte Kameras in der Unterkunft aufspüren zu können. Einfache Modelle sind mit einem Preis von etwa 50 Euro angenehm preiswert, hochwertige Modelle bieten allerdings mehr Funktionen. Das Prinzip hinter einem entsprechenden Detektor ist einfach: Dieser spürt Funkwellen auf und zeigt diese durch ein akustisches Signal an. Je näher der Detektor dem ausstrahlenden Gerät kommt, desto kürzer werden die Abstände und desto lauter wird das Signal. Gute, hochwertige Detektoren zeigen heute sogar die Richtung an, aus welcher die Signale an. Lässt sich dieses Signal dann auf einen besonderen Bereich fokussieren, beispielsweise den Türrahmen, kann die manuelle Suche erneut beginnen. Aber Achtung, Alltagsgeräte wie Rauchmelder und Co. funken legitim und können die Suche somit erschweren.

Das richtige Verhalten beim Fund…
Ist der Verdacht begründet und können versteckte Kameras in der eigenen Unterkunft gefunden werden, sollten Sie direkt die Polizei sowie den Besitzer bzw. Vermieter informieren. Die Überwachung ohne Zustimmung des Nutzers ist verboten und muss unterbunden werden. Paranoid müssen Sie vor dem Nutzer allerdings nicht sein, denn laut bekannten Plattformen wie Airbnb werden solche Vorfälle nicht nur sehr ernst genommen, sondern sind gleichzeitig auch im Alltag sehr selten anzutreffen. Entsprechend steht dem entspannten, regelmäßigen Urlaub nichts im Wege, auch wenn entsprechende Vorkommnisse bei der Anzahl der Nutzer und Unterkünfte natürlich nicht vollkommen und komplett unterbunden werden können.